ROADMOVIE TO...
-Der längste Tag-

Das hier ist ein Roadmovie. In seinem Debüt "Paradiso" schickt der 1977 in Erlangen geborene Autor Thomas Klupp (ehemals Herausgeber der kleinen, feinen Literaturzeitschrift BELLA triste) den Filmstudenten Alex Böhm auf eine Tour durch die süddeutsche Provinz, für den Protagonisten gleichzeitig eine Reise in die eigene Vergangenheit. Im Gepäck trägt der Endzwanziger jede Menge Welt- und Menschenhass mit sich herum, denkt und sagt höchst Unmoralisches, stapelt hoch und lügt was das Zeug hält. Eigentlich auf dem Weg zum Flughafen, um mit seiner Freundin nach Portugal zu fliegen, gerät er schnell auf Abwege und über Umwege zurück an die Orte seiner Jugend. Hier kommt es zu einem Treffen mit all jenen Menschen, die ihn Böhms Leben eine Rolle spielten.
Was den Roman vom mittlerweile doch sehr angstaubten Genre der Popliteratur unterscheidet: Alex Böhm ist nicht sympathisch. Er ist ein Drecksack, ein richtiges Arschloch. Einen glühend heißen Sommertag lang monologisiert sich der schwer neurotische Antiheld bis zur Explosion. Am nächsten Tag ist alles anders.
Eine Seite mit Leseproben, Pressestimmen und Videos gibt es hier.


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